Hier findet man aktuelle Zahlen zur Internetnutzung. Das ist zum einen immer hilfreich, wenn man zum Thema etwas sagen muss. Zum anderen findet diese Seite bei uns Beachtung, weil es ein schönes Beispiel dafür ist, wie man Informationen ansprechend aufbereitet. Um noch einen Tick technischer zu werden: Das Ganze ist mit Javascript umgesetzt und auf Flash wurde verzichtet. Falls man Animationen haben möchte, ist man also nicht immer auf Flash als Technologie angewiesen und kann so z.B. auch die Inhalte einem iPhone-Nutzer zugänglich machen.
In Facebook sind längst auch Unternehmen aktiv und schöpfen ihre Möglichkeiten, mit Fans in Kontakt zu treten und neue anzulocken, voll aus. Oft versucht man mit schnellen Gewinnspielen, die sich meist direkt auf der Pinnwand abspielen, an neue Fans und Gefällt-mir-Klicks zu kommen. Das kann, wenn der richtige Preis winkt, tatsächlich schnell neue Fans bringen. Das kann aber auch ganz schnell schief gehen, weil man leichter gegen das Regelwerk für Promotions auf Facebook verstößt, als man denkt. Da die Zeiten, in denen Facebook einfach über solche Regelwidrigkeiten hinweggesehen hat vorbei sind, wird die Promotion oder sogar die komplette Unternehmensseite dann einfach gelöscht.
Folgende Dinge sollten Sie wissen:
Die Teilnahme an Gewinnspielen, Preisausschreiben und Verlosungen, zusammenfassend als Promotions bezeichnet, darf nicht automatisch durch einen Klick auf „Gefällt mir“ erfolgen
Es darf keine Facebook-Funktion zur Teilnahme am Gewinnspiel verwendet werden z.B: Bilder auf seiner Pinnwand veröffentlichen, einen Kommentar unter ein Bild schreiben, etc.
Gewinner der Promotion dürfen nicht über Facebook benachrichtigt werden z.B. über Facebook-Chat, -Nachrichten oder Pinnwand-Einträge in Profilen oder Seiten
Es muss eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem Teilnehmer und der Promotion enthalten sein
Um eine Löschung zu vermeiden, gibt es ein paar einfache Regeln:
Promotions nur mittels einer Drittanwendung auf Facebook durchführen – d.h. nie auf seiner Pinnwand, sondern auf extra erstellten Canvasseiten oder Anwendungen auf dem Reiter einer Facebook-Seite
Der Zugriff auf diesen Reiter darf dann auch wieder auf Fans der Facebook-Seite beschränkt werden z.B. Werde Fan von Seite XY um am Wettbewerb teilnehmen zu können
Kontaktdaten der Teilnehmer nur über Drittanwendungen auf Facebook-Seiten erfassen
Das Gewinnspiel auf einer externen Seite veranstalten und von Facebook aus darauf hinweisen
Diese Regelungen erscheinen zunächst wie eine unnötige Hürde für Unternehmen. Allerdings hat sie eine berechtigte Schutzfunktion für die Facebook-Nutzer. Wer will schon ständig von seinen Freunden auf Facebook genötigt werden, ihn selber oder eine x-beliebige Seite zu mögen, nur damit mal wieder jemand einen iPod mehr zu Hause hat? Dieser penetrante Spam nervt nicht nur, er funktioniert auch nicht, weil die bloße Marketingstrategie zu leicht zu durchschauen ist – die Kritik lässt dann nicht lange auf sich warten.
Mit einem Konzept, das auf die Zielgruppe abgestimmt ist und einer reibungslosen Durchführung, kann eine Promotion allerdings sehr erfolgreich sein. Es lohnt sich deshalb hierbei immer, mit einem Profi zusammenzuarbeiten, und nicht einfach mal zu versuchen, bis Facebook einem auf die Finger klopft.
Hier ein Tweet von einem bekannten Hacker und Modder von Android-Telefonen. Andere Hersteller versuchen laufend Hacking und Modding ihrer Geräte zu unterbinden – siehe Apple, Microsoft und Sony. Samsung hat aber erkannt, dass die digitale Avantgarde eben nicht der Feind ist, sondern oftmals der beste Markenbotschafter. Und als solche wird diese nicht bekämpft, sondern unterstützt. Und wie der Tweet zeigt, geht die Taktik auf. Ein schönes Beispiel dafür, wie viel es bringt, wenn eine Marke die Zielgruppe (und die Kommunikation innerhalb dieser Gruppe) versteht und auf Kooperation setzt.
Das wird Folgen haben: Ein Unternehmen hat per Gerichtsentscheid das Business-Netzwerk Xing zur Löschung des hinterlegten Unternehmensprofils gezwungen. Als Kommunikationsprofis finden wir das richtig. Und zwar aus dem schlichten Grund der mangelnden Kontrolle über die Darstellung. Xing aggregiert die verfügbaren Informationen zu einem Unternehmensprofil ohne das Unternehmen zu fragen, ob es das überhaupt wünscht. Und dann hat man keinerlei Kontrolle darüber, ohne dafür zu bezahlen. Unseres ist übrigens hier zu finden. Wie man sieht, haben wir kein Premium-Unternehmensprofil. Obwohl fünf Kollegen bei Wagnerwagner einen persönlichen Premium-Account für circa 70 EUR pro Jahr haben und sehr schätzen, ist uns diese Leistung hinsichtlich des Nutzens einfach zu teuer. Und diese Tatsache wird allen Besuchern angezeigt. Empfindlichere Naturen könnten von Erpressung sprechen à la “bezahl die Premiumleistung und dein Profil ist sauber”. Wir halten es einfach für unhöflich Daten zu nehmen, ohne einen Gegenwert zu bringen oder wenigstens einen Opt-Out vorzusehen.
Wir haben an dieser Stelle ein interaktives 360° Video bereits vorgestellt. Nun setzen es erste Unternehmen in ihrer Werbung ein. Im Endeffekt ist es wie beim bekannten 360° Bild, bei dem man sich mit dem Mauszeiger seinen Blickwinkel selbst heraussucht. Seit einiger Zeit funktioniert dies auch mit Video. Ein kanadisches Reiseunternehmen hat eine Kamera unter einen Helikopter montiert und lässt die Betrachter die Landschaft genießen. Netterweise lässt sich die Musik abstellen.
Ein Mann in Toronto hat folgendes Experiment gemacht: Menschen, die ihn auf der Strasse nach Geld gefragt haben, bekamen eine Prepaid-Kreditkarte ausgehändigt. Er bat darum diese Karte zurückzubringen, nachdem die Leute die Dinge davon gekauft haben, für was sie gebettelt haben. Die Ergebnisse waren interessant und vielfältig. Sie gingen von McDonalds zum kleinen Preis bis zur nicht zurückgegebenen Karte, ohne etwas abgehoben zu haben. Wer genaues nachlesen möchte findet den Artikel hier.
Aber warum ist dieses Experiment im Wagnerwagner-Blog? Weil ich denke, dass eine solche Aktion – und deren Publikation – die perfekte Werbung für die Prepaid-Kreditkartenanbieter wäre. Denn es bringt auf interessante Weise den Produktnutzen auf den Punkt und erklärt es anschaulich. Ich wäre gespannt auf die Reaktionen im Social Web und ob es Nachahmer der Aktion geben würde.
Hier eine kleine Aktion, die aus Kommunikationssicht und aus juristischer Sicht interessant ist: Gamestar, ein Onlinehändler aus England hat als Aprilscherz seine Kunden beim Kauf per Checkbox einwilligen lassen, dass Sie Gamestar ihre “unsterbliche Seele verkaufen”. 7500 Käufer haben dem Vertrag zugestimmt. Zum einen ist dieser Stunt natürlich sehr PR-wirksam. Diese Aktion war eine schöne und kostenlose Werbung für den Händler. Zum anderen sieht man daran, dass fast niemand die komplizierten und umfangreichen Vertragsdetails liest. Für den Gesetzgeber ist das aus meiner Sicht ein klares Signal die Regelungen nicht zu verkomplizieren, sondern zu vereinfachen.
Hier finden man eine schöne Infografik was sich BP alles von den 100 Mrd Dollar an Wertverlust an der Börse hätte kaufen können. Darunter ist Yahoo, einen Pogostick für jedes amerikanische Kind und 10 Jahre Wasserversorgung für die 884 Mio Menschen ohne Zugang zu Frischwasser.
Das Schöne am Social Web ist ja, dass man glasklare Zahlen bekommt. Früher war das z. B. mit reinen Zuschauerzahlen nur auf Basis von einzelnen Sendungen denkbar. Trends auf Basis von Suchanfragen festzustellen, versucht Google schon länger, siehe z. B. hier. Ob mein persönliches, sinkendes Interesse z. B. an der Ölkatastrophe von BP nur gefühlt ist oder an der WM liegt, habe ich mich heute morgen gefragt. Das tolle Mashable hat mir genau diese Frage beantwortet (und sie sich vorher wohl auch selbst gestellt. Für Amerikaner eben).
Die Allgemeinheit scheint sich, wie ich, weniger für dieses Thema zu interessieren. Das ist an sich nicht so interessant. Aber dass man das jetzt messen kann ist bemerkenswert.
Ganze Wirtschaftszweige beschäftigen Horden von Rechtsanwälten um ihre Copyrightansprüche durchzusetzen. Sie behaupten mit angstgeweiteten, aber treuherzigen Augen, dass ihnen durch Plagiate die Geschäftsgrundlage entzogen wird. Musiklabels, Produktdesignern und anderen Hersteller geht es natürlich ums liebe Geld. Das ist verständlich. Aber nicht immer richtig. Und zwar nicht richtig hinsichtlich der Methoden, der Moral (manchmal) und vor allem nicht betriebswirtschaftlich sauber. Wir bei Wagnerwagner mögen Querdenker. Und hier haben wir so einen: Connor Fester war zum Arbeiten auf den Ölfeldern Nordkanadas und wollte seine verdienten Dollars schick unterbringen. Keine Brieftasche hat ihm gefallen. Also hat er sich eine eigene designt. Und jetzt kommt es: Die Brieftasche hat er unter der Creative Commons lizenziert und stellt sein Design allen zur Verfügung.
Für Open-Source-Software ein gängiges Verfahren. Mister Fester gibt also sein Baby aus der Hand. Und hat damit riesigen Erfolg – wie der Sold-out-Button beweist. Die Modebranche übrigens insgesamt verzichtet auf Schutz der Kreation. Denn auf diese Weise befruchtet man sich gegenseitig und ist getrieben besser zu sein als die Konkurrenz. Klagen ist manchmal also nicht der beste Weg.
Update: Hier gibt es eine schöne Auflistung ähnlicher Open-Source Produkte.
Flattr ist ein interessanter Ansatz wie man Geld im Internet verteilt. Er setzt auf eine Art “Trinkgeldmentalität” anstelle von Verlagsideen, die feste Preise für bestimmte Artikel haben möchte. Und genau das könnte die Lösung für die Misere sein. Flattr funktioniert so: Man legt einen monatlichen Betrag fest, den man ausgeben möchte. Also z.B. 2 EUR. Ein Anbieter (Blog oder Software oder Musik) setzt den Button auf sein “Produkt”.
Wenn ich als Flattr-Benutzer mich für dieses Produkt bedanken möchte, dann klicke ich auf den Button. Mein monatlicher Betrag wird dann durch die Anzahl der Klicks geteilt und verteilt. Also wenn ich mich diesen Monat 2x bedanken möchte, dann klicke ich 2x auf den Button und jeder bekommt einen Euro. Klicke ich auf keinen Button, wird mein monatlicher Beitrag gespendet. 10% kassiert Flattr in jedem Fall.
Google wagt hier die Prognose: Die deutsche Lena gewinnt den Eurovisionscontest. Auf Basis der Anzahl von Suchanfragen schließt die Maschine auf das Interesse der abstimmenden Länder. Da 50% der Stimmen aber von einer Jury vergeben werden, bezweifle ich die Relevanz dieser Auswertung. Viel interessanter war damals die Vorhersage von Grippeepedemien auf Basis von Suchmaschineanfragen nach Sympthomen. Trotzdem ein interessanter Ansatz. Ich bin gespannt.
1. Eine Suchmaschine im Internet sorgt durch seinen Rückzug aus China (in Verbindung mit dem Verzicht auf die vom Regime geforderte Zensur) für diplomatische Verstimmungen zwischen den Supermächten. Diese Nachricht wäre vor 5 Jahren noch ein Aprilscherz gewesen. Ich denke es ist an der Zeit Sätze wie “Im Internet gibts nur Müll”, “Das bringt mir alles nichts”, “Das wird auch wieder vorbei gehen” und “Ich kann auch ohne das Internetz” zu überdenken. Sofern man jünger als 95 Jahre ist.
2. In den USA verzeichnet Facebook zum ersten Mal mehr Zugriffe pro Tag als Google. Alles fließt.
Einige farbige Bilder aus den 30ern und 40ern findet man hier. Die Kongressbibliothek in Washington hat in den Archiven gestöbert und zeigt Farbbilder aus eine Ära, aus der man normalerweise nur Schwarzweißbilder gewohnt ist.
“Weniger Bürokratie – mehr Effizienz” ist der Claim des Projektes Elektronischer Entgeltnachweis ELENA – nachzuschauen hier. Jede Geschäftsleitung muss sich damit auseinandersetzen und vor allem die Mitarbeiter hinsichtlich des Datenschutzes (zentrale Meldedatei inkl. Fehlzeiten, Sozialleistungen und Streikteilnahmen) informieren. Ob der Claim hier der Wirklichkeit entspricht ist äußerst fraglich.
Aus Kommunikationssicht handwerklich fast so schlimm wie der Hinweis aus dem Screenshot bezüglich des Anspruches auf Auskunft was denn die Behörden da alles über einen speichern. Unglaubliches Dilettantentum.
Da bleibt nur noch ein Zitat aus V wie Vendetta. “Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben. Die Regierung sollte Angst vor seinem Volk haben.”
Welche Suchmaschine die beste ist, kann man natürlich nicht objektiv sagen. Aber subjektiv. Und zwar hier. Man kann ein Stichwort gleichzeitig in Google, Yahoo und Bing suchen lassen und bekommt die Ergebnisse sauber nebeneinander. Interessanterweise ist Bing wirklich gut. Ich freue mich über eure Meinungen.
Hier hat das immer wieder informative Magazin t3n einige Fakten und Mythen über Disclaimer auf Websites begutachtet und bewertet. Das meiste davon ist, wie zu erwarten war, Bullshit und völlig unnötig. Trotzdem ein sehr hilfreicher Artikel, falls man für Websites verantwortlich ist.
Wenn man sicher gehen möchte, empfehlen wir wie immer einen Experten zu fragen. An dieser Stelle lege ich für unseren Medienrechtsanwalt Michael Stefan die Hand ins Feuer. Ein herzhaft unrechtsanwaltlicher Anwalt.
Der Peter-und-Paul-Hof in Uigendorf hilft sich selbst und vermarktet seine Produkte wie Milch, Eier, Wurst und Käse mit Erfolg via Automaten u.a. vor Supermärkten. Was für ein tolles Marketing (im eigentlichen Sinne: das Führen eines Unternehmens nach den Erfordernissen des Marktes). Denn die Menschen würden gerne lokale Produkte vom Bauern um die Ecke kaufen. Hinfahren und die Öffnungszeiten von 18:45 – 19:00 zu schaffen ist eben manchmal schwer.
Ich halte diesen Weg des Direktabsatzes für weitaus besser als komische Deutschland(?)-Kühe zwecks Hinweis auf den unfaieren Milchpreis aufzustellen und generell auf Subventionen aus Steuergeldern zu hoffen bzw. zu kassieren. Falls Sie übrigens wissen möchten was ihr Bauer um die Ecke so von ihnen an Steuergeldern bekommt, können Sie das hier einfach nachschauen.