Eine weltweit durchgeführte Studie hat das Kaufverhalten von Bio-Konsumenten untersucht. Danach ist die Verpackung nicht nur Kaufgrund, sondern auch Hauptinformationsquelle. Unsere Kunden Rose Biomanufaktur und Wheaty wird’s freuen.
In Deutschland, Frankreich und China vertrauen die Käufer besonders auf Zertifikate auf der Verpackung. Das zeigt, wie wichtig Glaubwürdigkeit in diesem Marktsegment ist, sowohl für die Marken als auch für die Zertifikate selbst. Interessant ist auch, dass die Öko-Klientel in allen Ländern außer den USA Produkte mit weniger Verpackung bevorzugt. Hier allerdings spiegelt sich unserer Meinung nach die Schwäche von Studien wider: Absicht und tatsächliches Verhalten sind nicht immer deckungsgleich – denn ob sich bei weniger Verpackung dann noch genügend Informationen und Zertifikate auf der Verpackung unterbringen lassen?
Social Media ist offenbar das Top-Thema für das Jahr 2011. Laut einer Studie, die Promio.net im Auftrag der Email-Expo durchgeführt hat, betreiben 55 Prozent der befragten Unternehmen bereits jetzt Social-Media-Marketing, 38 Prozent wollen noch dieses Jahr in Facebook, Twitter & Co. investieren. Der Fokus der Maßnahmen liegt dabei klar auf der Kundenbindung und -aktivierung, direkter Verkauf spielt eher eine untergeordnete Rolle.
Das ist auch gut so, denn solche Ziele wären eine grobe Missachtung der Social-Media-Verhaltensregeln. Nur ehrliche Kommunikation ohne doppelten Boden wird honoriert. Wenn der Kanal wie eine Werbesendung daher kommt und die Posts nur penetrantes Eigenlob sind, kommt das nicht gut an. Nicht Eigendarstellung und Verkauf, sondern Dialog und Austausch sollten die Triebfedern einer Social-Media-Präsenz sein. Oft werden die daraus gewonnenen Erkenntnisse aber noch nicht in konkrete Maßnahmen umgesetzt.
Lamy reagiert schnell: Vor einigen Tagen war ein Video populär (fast 3 Mio Views), in dem der tschechische Präsident Vaclav Klaus während einer Pressekonferenz einen Stift klaut. Lamy nutzt dies für seine Unternehmenskommunikation und baut schnell ein virales Video daras. Der Titel lautet “Design, das verführt”. Hut ab!
Das gibt es wohl nur in Amerika: Eine Rechtsanwaltskanzlei verklagt die Fastfood-Kette Taco Bell, mit der Behauptung, daß ihr Fleisch nur zu 33% aus Fleisch besteht. Nach Bekanntwerden dieser Anklage geht der Umsatz selbstverständlich merklich zurück. Nun hat das Gericht entschieden und Taco Bell in allen Punkten recht gegeben. Aber anstelle sich auf eine Pressemitteilung wie diese hier zu beschränken, schaltet das Company ganzseitige Anzeigen und fährt eine landesweite Kampagne (vor allem in den sozialen Medien), in denen sie eine Entschuldigung von den Rechtsanwälten fordert und vor allem darauf hinweist, wie hochwertig die Zutaten sind. Wir finden: Schön den Grillspieß umgedreht und weitaus mehr Impact generiert als mit einer reinen Kampagne, die das Thema Qualitäts-Zutaten hat.
Hintergedanke des Tages: Sollte das ganze eine fingierte Sache im Sinne des Suevertisings gewesen sein, dann wäre das eine neue Dimension. Wenn ein angeblicher Kunde Burgerking verklagt, weil der Chilliburger zu scharf ist, dann ist das witzig. Wenn es um die Verunsicherung von Millionen Kunden geht, dann hört der Spaß auf.
Es ist kein Geheimnis, dass oftmals in Unternehmen die Entwicklungsabteilung wenig mit dem Marketing spricht – und andersrum. Aber es ist immer ein Fehler, wenn es so läuft. Denn Festo zeigt hier ein Lehrstück, wie man das macht und was dabei herauskommt: Der SmartBird ist ein neu entwickelter Robotervogel. Festo nennt das einen bionischen Technologieträger und schaut sich vom Vorbild Silvermöwe neue Lösungswege für die Automation ab. Diese Studie ist also nicht nur nützlich, sondern auch so schön, dass das reichweitenstarke Technikblog Engadget einen Artikel darüber bringt. Die harten Zahlen sind aktuell über 800 Likes auf Facebook, mehr als 500 Tweets, 139 Kommentare und 32000 Views bei Youtube. Über die Zugriffe via Engaget kann man nur spekulieren. Als netter Nebeneffekt positioniert man sich als innovativer Arbeitgeber im umkämpften Markt um die besten Köpfe. Und damit ist das ein schönes Beispiel für B2B-Kommunikation, die auch außerhalb der definierten Zielgruppen wirkungsvoll ist.
Nachdem vor etwa 2,5 Monaten Facebook Deals in den USA startete, ist es heute auch in Deutschland soweit. Was ist Facebook Deals?
Hinter Facebook Deals verbirgt sich eine ortsgebundenes System bei dem besondere Angebote, Rabatte oder Aktionen in Anspruch genommen werden können. Hierfür muss man nur auf dem jeweiligen Facebook-Ort einchecken um teilzunehmen. Einige Unternehmen lassen sich den Start nicht entgehen, so spendiert zum Beispiel Cinemaxx insgesamt 10.000 Tüten Popcorn an Gäste, die über Facebook in einem Kino “einchecken”. Auch Modemarken wie Benetton oder ESPRIT nutzen Facebook Deals und spenden pro Checkin Beträge an Hilfsprojekte in Kenia und Indien. Der FC Bayern verschenkt einen Schal, wenn man in der Allianz-Arena zum Spiel gegen Hoffenheim am 12. Februar 2011 eincheckt.
In circa 2 Wochen soll Facebook Deals für jedermann verfügbar sein und wird zum vielleicht zum neuen ortsgebundenen Marketing Instrument im Social Media.
Beispiel Deal von ESPRIT:
Weitere Informationen zu den genannten und weiteren Angeboten findet man hier:
Wir werden immer wieder mal an dieser Stelle Tipps geben, wie man als Unternehmen auf Facebook auftritt und wohin die Reise geht. Heute dreht es sich um die simple Anmeldung. Ein beliebter Fehler ist, wenn man das Unternehmen als Person und nicht als “Fanseite” anmeldet. Man füllt schön seine Infofelder aus, hinterlegt sein Logo als Profilbild und sammelt schnell erste “Freunde”, aber die das böse Erwachen kommt mit der Zeit. Denn die sehr durchdachten Fanseiten haben ihre Daseinsberechtigung. Das Hauptargument für Marketingentscheider: Aussagekräftige Statistiken über die Fans. Facebook-Anwendungen und die Möglichkeit Werbung für die Seite zu schalten sind dann später die Killerargumente.
Flattr ist ein interessanter Ansatz wie man Geld im Internet verteilt. Er setzt auf eine Art “Trinkgeldmentalität” anstelle von Verlagsideen, die feste Preise für bestimmte Artikel haben möchte. Und genau das könnte die Lösung für die Misere sein. Flattr funktioniert so: Man legt einen monatlichen Betrag fest, den man ausgeben möchte. Also z.B. 2 EUR. Ein Anbieter (Blog oder Software oder Musik) setzt den Button auf sein “Produkt”.
Wenn ich als Flattr-Benutzer mich für dieses Produkt bedanken möchte, dann klicke ich auf den Button. Mein monatlicher Betrag wird dann durch die Anzahl der Klicks geteilt und verteilt. Also wenn ich mich diesen Monat 2x bedanken möchte, dann klicke ich 2x auf den Button und jeder bekommt einen Euro. Klicke ich auf keinen Button, wird mein monatlicher Beitrag gespendet. 10% kassiert Flattr in jedem Fall.
Google wagt hier die Prognose: Die deutsche Lena gewinnt den Eurovisionscontest. Auf Basis der Anzahl von Suchanfragen schließt die Maschine auf das Interesse der abstimmenden Länder. Da 50% der Stimmen aber von einer Jury vergeben werden, bezweifle ich die Relevanz dieser Auswertung. Viel interessanter war damals die Vorhersage von Grippeepedemien auf Basis von Suchmaschineanfragen nach Sympthomen. Trotzdem ein interessanter Ansatz. Ich bin gespannt.
Ein schönes Beispiel für das integrative Zusammenspiel von Marketing und Vertrieb: SIGG, der Hersteller hervorragender Trinkflaschen, tut sich mit Cafepress.com zusammen und erlaubt dem interessierten Kunden personalisierte SIGG-Flaschen selbst zu designen und dann zu bestellen. Alles unter dem grünen Argument, dass man damit Plastikflaschen einspart. Die Bedienung des Designers funktioniert und sieht gut aus. Mass-Customisation die funktioniert. Und die Kunden zahlen viel dafür. Bei SIGG hat man genau verstanden wie die Zielgruppe tickt.
“Weniger Bürokratie – mehr Effizienz” ist der Claim des Projektes Elektronischer Entgeltnachweis ELENA – nachzuschauen hier. Jede Geschäftsleitung muss sich damit auseinandersetzen und vor allem die Mitarbeiter hinsichtlich des Datenschutzes (zentrale Meldedatei inkl. Fehlzeiten, Sozialleistungen und Streikteilnahmen) informieren. Ob der Claim hier der Wirklichkeit entspricht ist äußerst fraglich.
Aus Kommunikationssicht handwerklich fast so schlimm wie der Hinweis aus dem Screenshot bezüglich des Anspruches auf Auskunft was denn die Behörden da alles über einen speichern. Unglaubliches Dilettantentum.
Da bleibt nur noch ein Zitat aus V wie Vendetta. “Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben. Die Regierung sollte Angst vor seinem Volk haben.”
Phillip Toledano beschreibt und verarbeitet damit die Zeit, die er mit seinem Vater verbracht hat, nachdem seine Mutter gestorben ist. Ich bin sprachlos.
Im Wort Bedenkenträger ist ja denken drin. In den Köpfen manchmal nicht.
Hier wird ein Steinzeitmeeting zum Thema “Erfindung des Rades” gehalten.
Ganz am Ende sieht man einen Link zu Draftfcb in Hamburg. Schöne Idee der Hamburger Kollegen.
Ein Institut aus Utah hat hier eine kleine, aber sehr schöne Lern-Geschichte entwickelt: Mit einem Schieber kann man die Größenverhältnisse von unterschiedlichen Dingen vergleichen. Wer wusste schon was größer ist – Glucose oder ein Schweinegrippevirus? Außer natürlich meine Lieblings-Biolehrerin vom Kepi in Reutlingen: Frau Stieglitz. Nicht grüßen möchte ich Herrn Heß. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die schwedische Armee sucht hier Nachwuchs. Auf der aufwändig designten Flash-Seite durchläuft man diverse Tests, die die Fähigkeiten des Bewerbers testen. Und die PR-Fähigkeiten der Organisation darstellen. Da kann sich die Bundeswehr mit ihrer Bürokratenwebsite eine Scheibe abschneiden.